Interview mit dem Bürgermeisterkandidaten

Das Interview mit dem FDP Bürgermeisterkandidaten
für Waltrop: Dr. Heinz Josef Mußhoff

Am 25. Mai 2014 finden in Waltrop fünf Wahlen statt. Die Wahl zum Europäischen Parlament, die Wahl des Landrates, die Wahl des Kreistages, die Wahlen des Stadtrates und des Bürgermeisters der Stadt Waltrop. Fünfmal haben sie die Gelegenheit, der FDP oder ihren Kandidaten ihre Stimme zu geben. Im nachfolgenden Interview soll ihnen der FDP-Bürgermeisterkandidat und Spitzenkandidat für die Wahl zum Waltroper Stadtrat Dr. Heinz Josef Mußhoff  vorgestellt werden.

DSC 0215 ok 10cmQ5Das Interview mit dem Bürgermeisterkandidaten Dr. Heinz Josef Mußhoff (HJM) führte Dr. Heinz Josef Mußhoff (hjm).

hjm: Herr Dr. Mußhoff, sie haben sich für eine ungewöhnliche Interviewform entschieden. Gibt es dafür einen Grund oder gar Vorbilder.

HJM: Ja, gibt es. Ich habe diese Form des Interviews bei meinem Lieblingspianisten Glenn Gould kennengelernt, der die Form sowohl in Zeitschriften als auch im Radio genutzt und in gewisser Weise perfektioniert hat. Ich fand diese Interviews immer sehr erhellend, deshalb habe ich diese Form auch hier vorgeschlagen, und danke, dass es heute möglich wird.

hjm: Ich hoffe, auch dieses Interview wirkt auf die Leser erhellend, schließlich wollen sie gewählt werden. Kommen wir zum Thema. Da haben wir uns „Dr. Heinz Josef Mußhoff“ vorgenommen. Da bleibt es doch bei, oder?

HJM: Selbstverständlich! „Heinz Josef Mußhoff, der Bürgermeisterkandidat für Waltrop“.

hjm: Sie haben schon sehr früh ihre Kandidatur erklärt, Monate bevor feststand, wann die nächste Bürgermeisterwahl stattfindet. Warum?

DSC 0155 okAus 2cm3qHJM: Ja, das stimmt. Ich habe schon sehr früh den Drang verspürt, mich um das Bürgermeisteramt zu bewerben, und ich bin froh und sehr dankbar, dass die Gremien meines FDP Stadtverbandes dies mitgetragen haben und meine Kandidatur von Anfang an unterstützt haben. Danach habe ich darauf gedrungen, meine Kandidatur auch frühzeitig, unabhängig von der Entscheidung der Bürgermeisterin, wann sie sich einer Wahl stellen will, und unabhängig von den Entscheidungen anderer Parteien anzukündigen. Das war im Sommer des letzten Jahres. Ich wollte damit vor allem die persönliche Ernsthaftigkeit und die damit verbundenen Erfolgsaussichten meiner Kandidatur unterstreichen. Ich trete nicht an, weil die FDP Waltrop einen Bürgermeisterkandidaten stellen muss. Das soll es ja in anderen Parteien geben. Die Waltroper FDP hat mich nicht dazu gedrängt. Ich trete an - und dies mit dem überwältigenden Rückhalt meines Stadtverbandes - weil ich meine, ich bin der beste Kandidat für das Amt des Bürgermeisters in Waltrop. Ich habe übrigens den Eindruck gewonnen, dass viele Waltroper Bürger, die anderen Parteien nahestehen, diese Auffassung teilen, und ich mit ihrer Unterstützung rechnen kann. Die Bürger haben ja die Möglichkeit, ihre Stimmen differenziert abzugeben.

hjm: Was sind das für Bürger, deren Stimmen sie erwarten?

HJM: Ich glaube, dass ist für Waltrop relativ klar zu umreißen. Es sind diejenigen Bürger, die wissen und dies auch eingestehen, dass persönlicher Wohlstand wie Wohlstand einer Stadt durch Arbeit und Produktion entstehen. Ich repräsentiere in Waltrop mit der FDP die einzige Partei, die hierfür steht. Wir sind in Waltrop leider die einzigen, die z. B. für NewPark, für Datteln 4 und die B 474n stehen. Alle anderen Parteien machen da in Waltrop teilweise erhebliche Abstriche. Waltrop und die Region werden aber erst wieder zu Wohlstand, Vollbeschäftigung und die Bürger zu entsprechenden Einkommen kommen, wenn Arbeitsplätze vor Ort geschaffen werden.

hjm: Ihren Willen haben wir hier ausreichend dokumentiert. Wie steht es um ihr Wissen und um ihr Können? Was können sie da einbringen?

HJM: Ich habe an den Universitäten Dortmund und Köln Betriebswirtschaft studiert und einen Abschluss als Dipl.-Kaufmann erworben. Das ist angesichts der aktuellen Lage in Waltrop sicherlich sehr nützlich. An der Universität zu Köln habe ich auch promoviert, „meinen Doktor gemacht“. Mein Doktorvater und auch langjähriger Chef war Prof. Dr. Dr. h. c. Norbert Szyperski, der vielfach als deutscher Gründungspapst bezeichnet wird. Ich denke, Unternehmensgründungen müssen ein wichtiges Thema in Waltrop werden. Das ist ein Bereich, den ich in Waltrop voran bringen will. Vor allem auch mit Absolventen der Hochschulen der Region, Dortmund, Bochum etc. oder Waltropern, die Waltrop zum Studium verlassen haben, die ich gern wieder zurückgewinnen möchte.

Hinzufügen muss ich, dass ich mich im Studium, aber auch danach, intensiv mit Fragen der Kommunalfinanzen beschäftigt haben. In Sachen „Kommunaler Finanzausgleich“ habe ich mir einen guten Namen erworben, ich bin hier als kompetenter Ansprechpartner überregional gefragt.

hjm: Sie arbeiten heute, so sagt es ihr Lebenslauf, als Softwareentwickler. Ist das nicht sehr weit weg von den Aufgaben, die an einen Bürgermeister gestellt werden?

HJM: Ganz im Gegenteil. Ich entwickle Software, die in Unternehmen eingesetzt werden soll. Das setzt voraus - und ich tue dies - das die Organisation, die Verwaltung des Unternehmens und ihre Arbeitsabläufe entsprechend untersucht und berücksichtigt werden. Wie sollte sich die Organisation weiterentwickeln, wie kann ich das Unternehmen weiterentwickeln ...? Das sich doch alles Fragestellungen, mit denen sich ein Bürgermeister auseinandersetzen muss.

hjm: Gibt es weitere erwähnenswerte Kompetenzen, die sie hier anführen möchten?

HJM: Ja, selbstverständlich! Ich habe an Studien zur wirtschaftlichen Entwicklung von strukturschwachen Regionen mitgearbeitet, ich habe an der Technischen Universität Dresden eine Dozentur geleitet, die sich in einem Arbeitsschwerpunkt mit Informationssystemen in der Verwaltung beschäftigt hat. Hinzu kommen eine Anzahl weiterer Projekte zu Themen wie „Interne Kontrollsysteme“ oder zu E-Government.

hjm: Sie waren in Waltrop einige Jahre Inhaber eines traditionsreichen Möbelhauses, das sie vor 10 Jahren schließen mussten. Lernt man da auch für das Amt des Bürgermeisters?

HJM: Ja! Zunächst einmal muss man seine Mitarbeiter führen, muss organisieren, muss planen, muss Entscheidungen treffen. Wichtiger in diesem Zusammenhang sind mir aber die leidvollen Erfahrungen, die ich als Unternehmer in der Stadt Waltrop machen musste, wie unternehmerisches Engagement in Waltrop blockiert und verhindert wird. Ich will als Bürgermeister verhindern, dass andere Unternehmer in Waltrop ähnliche Erfahrungen machen müssen.

hjm: Was wird die Wahlen in Waltrop entscheiden?

HJM: Kompetenz, vor allem Wirtschaftskompetenz, und Sachverstand. Der Bürger möchte, dass Waltrop und die Emscher-Lippe-Region wieder nach vorn kommen. Dazu hat meine FDP in Waltrop ein sehr attraktives Wahlprogramm. Wir kämpfen damit um die Stimmen der Bürger.

hjm: Ich bedanke mich für dieses Interview und wünsche ihnen und ihrer FDP viel Erfolg bei den anstehenden Wahlen.


Nach dem Interview empfahl Dr. Mußhoff allen Interessierten, das Wahlprogramm des FDP Stadtverbandes Waltrop für die Ratperiode 2014-2020 zu lesen.

Teilen